TOR

The Onion Router

Nach dem 11. September gab es großes Interesse am Kampf gegen den Terror. Darum wurden in vielen Ländern einschränkende "Anti-Terror-Gesetze" erlassen, um den Terrorismus zu stoppen.

Eine beliebte Maßnahme dazu ist es, alles über jeden zu speichern und auszuspionieren. Dies hat zwar einen Großteil der Privatsphäre zerstört, aber letztlich den Terrorismus nicht verhindert. Glücklicherweise gibt es Mittel und Wege für unbescholtene Bürger, sich einen Teil ihrer Privatsphäre zurückzuholen.

Lassen Sie uns Ihnen eines dieser Werkzeuge vorstellen: TOR - The Onion Router. TOR wurde ursprünglich von der US Navy entwickelt, um die Identität ihrer Agenten zu schützen. Mittlerweile kann es von jedem genutzt werden, der nicht überwacht werden möchte. Dies ist vollkomen legal und unmöglich zurückzuverfolgen.

TOR funktioniert, indem es Ihren Datenverkehr durch ein Servernetzwerk umleitet. So ist es nicht länger möglich zu sehen, mit wem Sie kommunizieren. Dies funktioniert folgendermaßen:

In dem untenstehenden Diagramm möchte Alice unbeobachtet mit Bob kommunizieren. Normalerweise würde sie Bob einfach über eine direkte Verbindung kontaktieren, doch mit TOR sendet sie ihre Nachrichten an einen zufälligen TOR-Server - in diesem Fall TOR-Server 1

Illustration of TOR

TOR-Server 1 sendet die Nachricht an TOR-Server 2, welcher an TOR-Server 3 sendet - dieser sendet sie wiederum an Bob. Der Trick ist, dass TOR-Server 1 nur Alice und TOR-Server 2 kennt - aber nicht Bob und TOR-Server 3. TOR-Server 3 weiß überhaupt nichts von Alice.

Auf diese Weise kann Bob nicht wissen, wo Alice ist. Und wenn man Alice Leitung abhören würde, könnte man nur sehen, dass sie mit TOR-Server 1 kommuniziert. Man kann also nicht nachvollziehen, dass sie eigentlich mit Bob redet. Alle grünen Verbindungen imDiagramm sind außerdem verschlüsselt, es ist also noch nicht einmal möglich zu sehen, was sie an Bob sendet.

Selbst wenn die Polizei oder eine andere Behörde einen oder mehrere der Server beschlagnahmen würde, könnten sie nicht sehen, wer mit wem kommuniziert. Dazu müssten sie alle Server auf der ganzen Welt konfiszieren.

Der einzige Nachteil an TOR ist die Zeit, die die Verschlüsselung in Anspruch nimmt. Daher ist die Leitung, die Alice und Bob benutzen, nicht so schnell wie eine direkte Verbindung. Doch das ist zu verschmerzen, wenn man sich um seine Privatshäere kümmert.

Testen Sie TOR selbst
Wir haben TOR auf dieser CD installiert. Wenn Sie den Firefox-Browser nutzen, wird Ihr Datenverkehr automatisch über TOR umgeleitet. Wenn Sie ihn benutzen, um auf der Webseite Ihres Mailanbieters eMails zu verschicken, ist es unmöglich durch Anzapfen Ihrer Leitung herauszufinden, wem Sie schreiben.

Sie können TOR testen, indem Sie http://whatismyip.com/ besuchen. Diese Seite zeigt Ihnen, welche IP Sie benutzen. Die IP-Adresse identifiziert sie im WWW und kann benutzt werden, um Sie zurückzuverfolgen. Wenn Sie die Seite mehrere Male besuchen, wird sie denken, Sie kämen aus allen Teilen der Welt, je nachdem wo Ihr TOR-Server steht.

Für weitere Informationen über TOR besuchen Sie tor.eff.org.

Wenn Sie dies auf einem Windows-PC lesen...

Sie können TOR unter Windows benutzen, indem sie den xeroBank browser nutzen. xB kann ohne Installation und ohne Änderungen an der Registrierung benutzt werden. xB muss nur auf die Festplatte, oder noch besser, auf einen USB-Stick entpackt werden.

Den xB-Browser auf einem USB-Stick zu transportieren ist übrigens eine gute Idee, auch wenn Sie ansonsten kein Windows-OS benutzen. Oftmals sind Sie auf einen anderen als Ihren eigenen PC angewiesen und können so mit Hilfe von xB Ihre Privatshäre sichern.